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Die Näherinnen

Will man in der mazedonischen Stadt Stip als Künstlerin oder Schriftstellerin überleben, hat man nur eine Wahl: man verdingt sich als Näherin in der florierenden Textilindustrie. Unter den einheimischen Frauen herrscht Vollbeschäftigung, die Männer hingegen hatten nach der Wende weniger Glück und sind fast alle arbeitslos. Eine Situation, die viel Konfliktpotenzial birgt.

Synopsis

Eriela, Vesna und Beti sind Näherinnen in der Kleinstadt Stip in Makedonien. Sie arbeiten hart, um ihre Familien zu ernähren zu können und träumen von einer besseren Zukunft. Eriela wollte eigentlich Künstlerin, Nun malt sie Ikonen. Das ist die einzige Kunst, die sich hier verkauft und ihr zusätzliches Einkommen verschafft. Während sie davon träumt, eines Tages ihre eigene Ausstellung zu haben, gibt ihr arbeitsloser Mann das hart verdiente Geld für Fußballwetten aus. Vesna sieht sich in der Rolle des Mannes und ihr Mann fühlt sich nutzlos. Er findet keine andere Arbeit außer als Schafhirt auf der Weide. Vesna lebt nur für einen Tag im Jahr, den 8.März. Am Frauentag kann sie endlich ausgelassen feiern - wie zu Zeiten des Sozialismus. Beti kann die harten Arbeitsbedingungen nicht mehr aushalten. 120 Hemden muss sie als Näherin am Tag nähen. Wollte sie selbst eines ihrer Hemden kaufen, müsste sie dafür einen Monat lang hart arbeiten. Sie kündigt und träumt davon Schriftstellerin zu werden. Kole, der Fabrikbesitzer, ist Stolz drauf, dass er es geschafft hat. Er kontrolliert mit seinen Kameras jede Bewegung seiner Arbeiterinnen. „Die Zukunft ist Kontrolle“, so sein Credo. Die Arbeitsbedingungen der Näherinnen wären in Deutschland undenkbar. Aber die Textilindustrie blüht, die Löhne sind niedrig sind und die Betriebe können schneller liefern als die chinesische Konkurrenz. Zu den Abnehmern gehören Marken wie C&A, H&M, etc. Aber auch die deutsche Polizei und die im Balkan stationierten NATO Armeen sind gute Kunden. „Die Näherinnen“ ist ein sehr persönliches Portrait der Frauen von Stip, die um ihr Überleben kämpfen und erzählt zugleich den Zustand einer Gesellschaft, die  durch die Transformation und die Folgen der Globalisierung tief verwundet ist.

Trailer & Bilder

Termine

Passage Kino Filmeck
5. October 9314
13:13 uhr
Die Näherinnen
Passage Kino Universum
5. October 1069
13:13 uhr
Die Näherinnen
Filmfestival Münster, Block 3
1. January 1970
00:00 uhr
Die Näherinnen
Camelot Theatres, Palm Springs Short Fest
1. January 1970
00:00 uhr
Die Näherinnen
Jihlava International Documentary Film Festival
5. October 3311
13:13 uhr
Die Näherinnen
Sarajevo Film Festival
5. October 1069
13:13 uhr
Die Näherinnen
Cinestar
5. October 2022
11:58 uhr
Die Näherinnen
Gartenpalais Schönborn, Espressofilm Festival
5. October 2570
13:13 uhr
Die Näherinnen

Links & Downloads

Credits

Buch/ Regie: Biljana Garvanlieva

Kamera: Dimo Popov, Manuel Zimmer
Montage: André Nier
Dramaturgische Beratung: Manuel Zimmer
Ton: Manuel Zimmer, Darko Boskovski, Bratislav Zafirovski
Komponist: Robert Rabenalt
Akkordionistin: Anja Dolak

Übersetzung: Biljana Garvanlieva (deutsch), David Zimmer (englisch)
Produzent: Ognen Antov, Christian Beetz
Producer: Maria Wischnewski, Anahita Nazemi
Produktionsassistenz: Rosica Sekulovska, Daniela Nikolovska, Filip Andonov, Dejan Nafidov, Susanne Radelhof
Produktionsleitung: Kathrin Isberner – Deutschland, Ognen Antov – Mazedonien
Filmgeschäftsführung: Daniela Schöne
Associate Producer: Ivo Antov

Partner

Förderer

Koproduktion

Ansprechpartner / Produced by

gebrueder beetz filmproduktion Berlin
Heinrich-Roller-Straße 15
10405 Berlin
E-Mail:berlin@gebrueder-beetz.de
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